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Unsere Wanderempfehlung für Sie: Die Wüstung Schleesen

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Unser Entdeckertipp

Die Wüstung Schleesen

Zwischen Stackelitz und Medewitz an der L120 hinter der Bahnunterführung finden Sie die Kirchruine Schleesen. Ein Wegweiser leitet Sie links in den Wald - ein dichter Mischwald aus Buchen- und Traubeneichen, der zu den schönsten des Flämings zählt. Seit 1979 steht dieses Gebiet unter Denkmal – und Flächennaturschutz. Die erste urkundliche Erwähnung Schleesens stammt aus dem Jahre 1307. Es ist sehr wahrscheinlich, dass in der ersten Hälfte des 12. Jh. deutsche oder flämische Siedler die slawische Siedlung übernahmen. Hinweise, dass der Ort einmal slawisch war, fand man hinter der Bahnlinie. Es waren Scherben aus dem 900 –1000 Jh.  Hinzu kommt der Name Sylesen, der vermutlich slawischen Ursprungs ist. Der Name bedeutet soviel wie Eisen oder eisenhaltig. Um 1130 soll die Kirche erbaut worden sein. Diese Feldsteinkirche ist vom Typ Dangelsdorf. (Eine wüste Feldsteinkirche im Hohen Fläming, die zum Vergleich bei Feldsteinkirchen herangezogen wird.) Die Schleesenkirche hat gotischen Einfluss. So hatte sie spitzgotische Fenster an den Giebelseiten. Mit Kalkmörtel wurde sie erbaut. In der Nähe muss es eine Kalkbrennerei gegeben haben. Die Außenfassade bestand aus ca. 3000 Feldsteinen. Für die Innenfassade wurden noch mehr Steine verbraucht, weil dort die kleineren verwendet wurden. Die Kirche hatte 2 Eingänge, einen Eingang für Männer und einen Eingang für Frauen. Sie war 11 Meter lang und 7 Meter breit. In der Höhe werden 12 Meter vermutet. Am Ostgiebel befindet sich ein Näpfchenstein. Es ist ein Stein, in den 2 glatte Vertiefungen geschabt sind, vermutlich mit Münzen. Es könnten Pilgerzeichen sein. Diese Näpfchensteine findet man öfter, so z. B. auch am Teufelsstein in Lindau. In der Medewitzer Chronik kann man nachlesen, dass im 30-jährigen Krieg Leute aus Medewitz sich dort versteckt haben. Also müssten zu dieser Zeit die Mauern der Kirche noch vollständig gewesen sein.


Die Säule an der Mauer wurde 1923 als Stütze eingebaut, vermutlich von der Eisenbahngesellschaft, weil dort ein Eisenanker verwendet wurde. In unmittelbarer Nähe sehen Sie einen Brunnen. Es ist nicht der einzige, den es dort gab. In dem Dorf Schleesen gab es 9 Parzellen. Das Dorf reichte bis hinter die Bahnlinie. Das Dorf war umgeben von einem Graben und einem Wall. Anhand von Luftbildaufnahmen ist dies erkennbar. Dem Teich in der Nähe der Kirchruine wird nachgesagt, dass dies der alte Dorfteich wäre. Das ist er aber nicht. Die alten Dorfteiche waren rund. Hier gab es eine Drei-Felder-Wirtschaft. Warum diese Wüstung aufgegeben wurde, weiß man nicht. Es gibt keine Hinweise auf Schäden durch Feuer.


Informationstafeln geben Ihnen Auskunft über das wüste Dorf Schleesen, über Wüstungen allgemein, über den Naturpark Fläming/ Sachsen Anhalt, über das Flächenhafte Naturdenkmal „Waldmeister-Buchenwald nördlich von Stackelitz“ und über einen Wirbelsturm im Buchenwald.
Ein kleiner Rastplatz lädt zum Verweilen ein. Genießen Sie die wunderbare Natur.

 



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