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Naturschutzprojekt 2018-2020 - Artenliste

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Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis L.)


Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis L.) ist eine einheimische sommergrüne  Art, die eine Familienzugehörigkeit zu den Rosengewächsen aufweist. Mit seinen 50 bis 100 cm Größe und den blut- bis dunkelbraunroten, rund 1 cm breiten und bis zu 3 cm langen Blütenköpfchen, die aus mehreren vier-zipfeligen Blüten bestehen, ist der Große Wiesenknopf eine auffallende Art auf den Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren. Seine gefiederten Blätter können bis zu 40 cm lang werden.
In einem intakten Ökosystem stehen die Lebewesen, so auch der Große Wiesenknopf, in ständigen Wechselbeziehungen. Neben der Insektenbestäubung, stellt er eine Futterpflanze für einige Schmetterlingsarten dar, die ihn als Raupe fressen oder den Nektar der Pflanze saugen. Besonders am Dunklen Wiesenknopf ist die Beziehung zum nach ihm benannten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous). Das Weibchen legt seine Eier in die Blütenköpfe des Großen Wiesenknopfes ab. Aus diesen schlüpfen nach einigen Tagen die Raupen und fressen die Köpfe von innen her auf.
Auch in der Naturheilkunde sind alle Teile des Großen Wiesenknopfes angesehen. Er enthält wichtige Flavonoide und Gerbstoffe und findet unter anderem bei Menstruationsbeschwerden, Durchfall sowie Brandblasen, als Aufguss, geschält oder geraspelt, Anwendung.
Auf Grund der Intensivierung der Landwirtschaft und des daraus resultierenden Rückganges der wertvollen Offenlandbiotope ist der Große Wiesenknopf in die Kategorie 3 (gefährdet) der Roten Liste Sachsen- Anhalt eingestuft. Um seinen Lebensraum auszubauen, mühen sich viele Landschaftspflegeverbände um ein angepasstes Landschaftspflegeprogramm für diese Art. Zu beachten ist hierbei, dass der Große Wiesenknopf nur nach einer sehr frühen Mahd nachwächst und erst Ende September abreift. Im Naturpark Fläming/Sachsen-Anhalt läuft von 2018 bis 2020 ein Naturschutzprojekt zur "Wiederherstellung und Entwicklung guter Erhaltungszustände von FFH-Lebensraumtypen (LRT) des Grünlandes im Naturpark Fläming/Sachsen-Anhalt", in dem es um die Flächen mit Großen Wiesenknopf-Bestand geht.

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Kratzbeere (Rubus caesius L.)


Wie auch der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis L.) gehört die Kratzbeere (Rubus caesius L.) zu den einheimischen Rosengewächsen. Das Erscheinungsbild der sommergrünen Art wird durch den filzig behaarten Stiel und die weißlich behaarte Unterseite der sonst kahlen Blätter bestimmt. Die Blätter sind stachelig-gezähnt und häufig 3-fiedrig. Markant sind, neben den unsymmetrischen Seitenblättchen, besonders die kleinen dunkelvioletten und matten Sammelsteinfrüchte, die den Sommer über geerntet werden können. Der sauer-bittere Geschmack ähnelt dem der Brombeeren, die zur selben Gattung (Rubus) gehören. Der Wuchs aller Rubus-Arten ist strauchig. Sie verbreiten sich wirkungsvoll über unter- und oberirdische Triebe und kommen aus genanntem Grund häufig in großen Gruppen vor. Das wiederum kann negative Auswirkungen auf die Ausprägung der wertvollen Offenlandflächen hervorrufen. Durch die Ausbreitung können Offenlandarten verdrängt werden, was weiterführend Auswirkung auf die Anzahl der vorkommenden Insektenarten haben kann. Um dies zu verhindern werden im Rahmen von Naturschutzprojekten Pflegekonzepte, wie Beweidungsmaßnahmen und Mahden, erstellt. Die Arten der Gattung Rubus können infolgedessen zurückgedrängt und das Offenland erhalten oder auch wiederhergestellt werden.
Auch im Naturpark Fläming/Sachsen-Anhalt kommt es auf den Flächen des Offenlandes zur Verbuschung durch die Kratzbeere (Rubus caesius L.) und weiteren Arten der Gattung Rubus. Innerhalb des Projektes zur "Wiederherstellung und Entwicklung guter Erhaltungszustände von FFH-Lebensraumtypen (LRT) des Grünlandes im Naturpark Fläming/Sachsen-Anhalt" werden zielgerichtete Pflege- und Entwicklungskonzepte für die betroffenen Flächen ausgesprochen und durchgeführt.

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Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa L.)


Die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa L.) ist ein einheimischer Vertreter der Familie der Korbblütengewächse.
Ein besonderes Merkmal der Korbblütler ist die Art der Blüte. Auf den ersten Blick scheint es sich um eine einzige Blüte zu handeln, besteht diese doch aus mehreren Einzelblüten. Aufgrund dessen werden die Blütenkörbchen als Scheinblüten bezeichnet. Das im Durchmesser 2 bis 4 cm große Körbchen, des im Hochsommer blühenden Blütenkopfes, setzt sich aus violetten trichter- und scheibenförmigen Blüten zusammen. Die Blätter der Skabiosen-Flockenblume sind fiederteilig, grün und ledrig. Die einzelnen Fiedern sind länglich sowie schmal-lanzettlich. An ihren Enden können sich zudem kurze Stacheln befinden. Die mehrjährige krautige Pflanze kann eine Höhe von 100 cm erreichen.
Ihren Namen erhielt sie aufgrund ihrer Verwendung als Heilpflanze gegen Krätze (fachsprachlich Skabies). Die Stängel, Blätter und Blüten der Skabiosen-Flockenblume sind essbar, von der Ernte soll jedoch abgesehen werden, da ihr Vorkommen selten ist.
Die Skabiosen-Flockenblume ist eine Art der Trocken- und Halbtrockenrasen. Vereinzelt kommt sie zudem auf Frischwiesen und -weiden vor. Auch vom Menschen (anthropogen) beeinflusste Standorte, wie Weg- oder Straßenränder und extensiv genutzte Äcker, zählen zu ihren bevorzugten Lebensräumen. Demnach benötigt sie primär wertvolle Offenlandlebensräume, wie sie sich im Naturpark Fläming/Sachsen-Anhalt befinden. Diese werden durch Naturschutzprojekte wiederhergestellt und bleiben durch gezielte Pflege und Nutzung erhalten. Ein Projekt, das sich mit der "Wiederherstellung und Entwicklung guter Erhaltungszustände von FFH-Lebensraumtypen (LRT) des Grünlandes im Naturpark Fläming/Sachsen-Anhalt" beschäftigt, damit die Aufwertung der Offenlandlebensräume anstrebt, läuft aktuell und wird bis Ende 2020 fortgeführt.



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